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Dokumentation – Tales of High Adventure https://talesofhighadventure.de It was the dawn of time ... Tue, 05 Mar 2024 12:12:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://talesofhighadventure.de/wp-content/uploads/2024/03/cropped-myrlogo1-32x32.png Dokumentation – Tales of High Adventure https://talesofhighadventure.de 32 32 230070969 Von Hexen in Hollywood https://talesofhighadventure.de/2024/03/05/von-hexen-in-hollywood/ Tue, 05 Mar 2024 12:07:09 +0000 https://myrabilis.de/?p=454 Die Idee des Dokumentarfilms „The witches of Hollywood“ aus dem Jahr 2020 klang sehr vielversprechend, bleibt allerdings stark hinter der Erwartung zurück. Laut Beschreibung wollte die Dokumentation den Archetyp der Hexe im Hollywood-Kino von den 1930er Jahren bis heute erforschen und wie er mit der Sozialgeschichte der weiblichen Macht verbunden ist. Die Dokumentation startet direkt mit einem Mythos, der seit langer Zeit widerlegt ist, nämlich dass das Ziel der Hexenverfolgung in Europa Frauen waren. Diese Aussage ist allgemein nicht haltbar, denn Finnland hatte 50% Männer, Island sogar 90%. Wer es geographisch näher haben möchte: Salzburg mit 75%. Beruhend auf den Gerichtsakten kann man mittlerweile recht sicher sagen, dass der aller größte Teil der Hexenverfolgungen auf privaten Streitereien und Missgunst beruhten. Diese Grundaussage bleibt als Leitbild durch den Film, lässt aber dabei völlig aus, dass die führende Köpfe des Okkultismus im 19. Jahrhundert weiblich waren, die nicht verfolgt, sondern verehrt wurden. Ebenso beruht der europäische Alchemismus auf den Arbeiten von ägyptischen Alchemistinnen, die ebenso angesehen waren. Leider beschränkt man sich auch nur auf die Filme, die die eigene These untermauern: Schneewittchen, Alice in Oz, Meine Frau ist eine Hexe, Bewitched, um dann im Schnellgang durch die moderneren Filme und Serien zu eilen, ohne sie oder ihre Wirkung wirklich zu besprechen. Charmed & Mayfair Witches, finden trotz ihrer großen kulturellen Wirkung überhaupt keine Erwähnung. Ebenso fehlt die parallele Entwicklung der „echten“ Hexen im untersuchten Zeitraum. Man bleibt bei dem diffusen Bild der Hexe aus der Zeit der Hexenverbrennungen, ohne auf die geschichtlichen Fakten einzugehen. Aus meiner Sicht verpasst die Dokumentation ein spannendes und wichtiges Thema. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass die Hexen eine würdige Dokumentation bekommen hätten, die ihre Geschichte vielschichtig, von allen Seiten und positiv erzählt.

Der Beitrag Von Hexen in Hollywood erschien zuerst auf Tales of High Adventure.

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Die Idee des Dokumentarfilms „The witches of Hollywood“ aus dem Jahr 2020 klang sehr vielversprechend, bleibt allerdings stark hinter der Erwartung zurück. Laut Beschreibung wollte die Dokumentation den Archetyp der Hexe im Hollywood-Kino von den 1930er Jahren bis heute erforschen und wie er mit der Sozialgeschichte der weiblichen Macht verbunden ist.

Die Dokumentation startet direkt mit einem Mythos, der seit langer Zeit widerlegt ist, nämlich dass das Ziel der Hexenverfolgung in Europa Frauen waren. Diese Aussage ist allgemein nicht haltbar, denn Finnland hatte 50% Männer, Island sogar 90%. Wer es geographisch näher haben möchte: Salzburg mit 75%. Beruhend auf den Gerichtsakten kann man mittlerweile recht sicher sagen, dass der aller größte Teil der Hexenverfolgungen auf privaten Streitereien und Missgunst beruhten.

Diese Grundaussage bleibt als Leitbild durch den Film, lässt aber dabei völlig aus, dass die führende Köpfe des Okkultismus im 19. Jahrhundert weiblich waren, die nicht verfolgt, sondern verehrt wurden. Ebenso beruht der europäische Alchemismus auf den Arbeiten von ägyptischen Alchemistinnen, die ebenso angesehen waren. Leider beschränkt man sich auch nur auf die Filme, die die eigene These untermauern: Schneewittchen, Alice in Oz, Meine Frau ist eine Hexe, Bewitched, um dann im Schnellgang durch die moderneren Filme und Serien zu eilen, ohne sie oder ihre Wirkung wirklich zu besprechen. Charmed & Mayfair Witches, finden trotz ihrer großen kulturellen Wirkung überhaupt keine Erwähnung. Ebenso fehlt die parallele Entwicklung der „echten“ Hexen im untersuchten Zeitraum. Man bleibt bei dem diffusen Bild der Hexe aus der Zeit der Hexenverbrennungen, ohne auf die geschichtlichen Fakten einzugehen.

Aus meiner Sicht verpasst die Dokumentation ein spannendes und wichtiges Thema. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass die Hexen eine würdige Dokumentation bekommen hätten, die ihre Geschichte vielschichtig, von allen Seiten und positiv erzählt.

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Woodlands Dark and Days Bewitched: A History of Folk Horror https://talesofhighadventure.de/2024/03/03/woodlands-dark-and-days-bewitched-a-history-of-folk-horror/ Sun, 03 Mar 2024 16:31:00 +0000 https://myrabilis.de/?p=420 WOODLANDS DARK AND DAYS BEWITCHED erforscht das Phänomen des Folk-Horrors von seinen Anfängen in einer Trilogie von Filmen – Michael Reeves‘ Witchfinder General (1968), Piers Haggards Blood on Satan’s Claw (1971) und Robin Hardys The Wicker Man (1973) – über seine Verbreitung im britischen Fernsehen in den 1970er Jahren und seine kulturspezifischen Ausprägungen im amerikanischen, asiatischen, australischen und europäischen Horror bis hin zum Wiederaufleben des Genres im letzten Jahrzehnt. Die Dokumentation untersucht anhand von über 100 Filmen und mehr als 50 Interviewpartnern, wie wir unsere eigene Geschichte abwechselnd zelebrieren, verbergen und manipulieren, um in unserer Umgebung spirituelle Resonanz zu finden. Wenn Sie sich auch nur ein wenig für die Welt des Folk-Horrors interessieren, dann ist Kier-La Janisse’s ausfürchliche Erkundung, die 3 Stunden und 14 Minuten dauert, der Film für Sie. Von der unheiligen Dreifaltigkeit, die diesen Trend (vermeintlich) auf die Leinwände brachte – Michael Reeves‘ Witchfinder General, Piers Haggards Blood on Satan’s Claw und Robin Hardys The Wicker Man – bis hin zum britischen Fernsehen und zu Filmen auf der ganzen Welt, ist dieser Film ein guter Versuch darüber, was Folk-Horror ist, was er bedeutet und wie er heute immer noch Teil der Welt des Kinos ist, vielleicht mehr als je zuvor. Denn in den letzten Jahren ist der Trend zu guten Folk-Horror-Filmen nicht zu übersehen. Es ist die Art Dokumentation, die Sie oft unterbrechen werden, um sich Notizen zu machen, in IMDB nach Titeln zu suchen oder eine Szene noch mal zu schauen, denn selbst wenn man sich für einen Experten in diesem Genre hält, wird man noch viele unbekannte Titel kennenlernen. Ursprünglich als halbstündiges Bonus-Feature für die „Blood on Satan’s Claw“-DVD in Auftrag gegeben, erkannte Kier-La Janisse schnell, dass das Thema zu umfangreich ist, um als Happen vor dem Hauptfilm zu laufen. Trotz der langen Laufzeit werden einige Themen nur gestreift oder gar nicht behandelt. Folk Horror im urbanen Umfeld wird nur kurz gestreift, Deutschland kommt gar nicht vor und Vampire oder Werwölfe – die auch fester Teil der Volksmythologie sind, finde keine Erwähnung. Woodlands konzentriert sich auf das Dämonische, auf alte Götter und menschliche Abgründe. Das dieser umfangreiche Teil der Mythologie fehlt, der Film aber dennoch auf drei Stunden Laufzeit kommt, zeigt wie sorgfältig recherchiert wurde. Eine Abschnitt über Musik in Folk-Horror-Filmen war angedacht, wurde aber ebenso fallengelassen.

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WOODLANDS DARK AND DAYS BEWITCHED erforscht das Phänomen des Folk-Horrors von seinen Anfängen in einer Trilogie von Filmen – Michael Reeves‘ Witchfinder General (1968), Piers Haggards Blood on Satan’s Claw (1971) und Robin Hardys The Wicker Man (1973) – über seine Verbreitung im britischen Fernsehen in den 1970er Jahren und seine kulturspezifischen Ausprägungen im amerikanischen, asiatischen, australischen und europäischen Horror bis hin zum Wiederaufleben des Genres im letzten Jahrzehnt. Die Dokumentation untersucht anhand von über 100 Filmen und mehr als 50 Interviewpartnern, wie wir unsere eigene Geschichte abwechselnd zelebrieren, verbergen und manipulieren, um in unserer Umgebung spirituelle Resonanz zu finden.

Wenn Sie sich auch nur ein wenig für die Welt des Folk-Horrors interessieren, dann ist Kier-La Janisse’s ausfürchliche Erkundung, die 3 Stunden und 14 Minuten dauert, der Film für Sie. Von der unheiligen Dreifaltigkeit, die diesen Trend (vermeintlich) auf die Leinwände brachte – Michael Reeves‘ Witchfinder General, Piers Haggards Blood on Satan’s Claw und Robin Hardys The Wicker Man – bis hin zum britischen Fernsehen und zu Filmen auf der ganzen Welt, ist dieser Film ein guter Versuch darüber, was Folk-Horror ist, was er bedeutet und wie er heute immer noch Teil der Welt des Kinos ist, vielleicht mehr als je zuvor. Denn in den letzten Jahren ist der Trend zu guten Folk-Horror-Filmen nicht zu übersehen.

Es ist die Art Dokumentation, die Sie oft unterbrechen werden, um sich Notizen zu machen, in IMDB nach Titeln zu suchen oder eine Szene noch mal zu schauen, denn selbst wenn man sich für einen Experten in diesem Genre hält, wird man noch viele unbekannte Titel kennenlernen. Ursprünglich als halbstündiges Bonus-Feature für die „Blood on Satan’s Claw“-DVD in Auftrag gegeben, erkannte Kier-La Janisse schnell, dass das Thema zu umfangreich ist, um als Happen vor dem Hauptfilm zu laufen. Trotz der langen Laufzeit werden einige Themen nur gestreift oder gar nicht behandelt. Folk Horror im urbanen Umfeld wird nur kurz gestreift, Deutschland kommt gar nicht vor und Vampire oder Werwölfe – die auch fester Teil der Volksmythologie sind, finde keine Erwähnung. Woodlands konzentriert sich auf das Dämonische, auf alte Götter und menschliche Abgründe. Das dieser umfangreiche Teil der Mythologie fehlt, der Film aber dennoch auf drei Stunden Laufzeit kommt, zeigt wie sorgfältig recherchiert wurde. Eine Abschnitt über Musik in Folk-Horror-Filmen war angedacht, wurde aber ebenso fallengelassen.

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