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Woodlands Dark and Days Bewitched: A History of Folk Horror - Tales of High Adventure
Lichtspiel

Woodlands Dark and Days Bewitched: A History of Folk Horror

WOODLANDS DARK AND DAYS BEWITCHED erforscht das Phänomen des Folk-Horrors von seinen Anfängen in einer Trilogie von Filmen – Michael Reeves‘ Witchfinder General (1968), Piers Haggards Blood on Satan’s Claw (1971) und Robin Hardys The Wicker Man (1973) – über seine Verbreitung im britischen Fernsehen in den 1970er Jahren und seine kulturspezifischen Ausprägungen im amerikanischen, asiatischen, australischen und europäischen Horror bis hin zum Wiederaufleben des Genres im letzten Jahrzehnt. Die Dokumentation untersucht anhand von über 100 Filmen und mehr als 50 Interviewpartnern, wie wir unsere eigene Geschichte abwechselnd zelebrieren, verbergen und manipulieren, um in unserer Umgebung spirituelle Resonanz zu finden.

Wenn Sie sich auch nur ein wenig für die Welt des Folk-Horrors interessieren, dann ist Kier-La Janisse’s ausfürchliche Erkundung, die 3 Stunden und 14 Minuten dauert, der Film für Sie. Von der unheiligen Dreifaltigkeit, die diesen Trend (vermeintlich) auf die Leinwände brachte – Michael Reeves‘ Witchfinder General, Piers Haggards Blood on Satan’s Claw und Robin Hardys The Wicker Man – bis hin zum britischen Fernsehen und zu Filmen auf der ganzen Welt, ist dieser Film ein guter Versuch darüber, was Folk-Horror ist, was er bedeutet und wie er heute immer noch Teil der Welt des Kinos ist, vielleicht mehr als je zuvor. Denn in den letzten Jahren ist der Trend zu guten Folk-Horror-Filmen nicht zu übersehen.

Es ist die Art Dokumentation, die Sie oft unterbrechen werden, um sich Notizen zu machen, in IMDB nach Titeln zu suchen oder eine Szene noch mal zu schauen, denn selbst wenn man sich für einen Experten in diesem Genre hält, wird man noch viele unbekannte Titel kennenlernen. Ursprünglich als halbstündiges Bonus-Feature für die „Blood on Satan’s Claw“-DVD in Auftrag gegeben, erkannte Kier-La Janisse schnell, dass das Thema zu umfangreich ist, um als Happen vor dem Hauptfilm zu laufen. Trotz der langen Laufzeit werden einige Themen nur gestreift oder gar nicht behandelt. Folk Horror im urbanen Umfeld wird nur kurz gestreift, Deutschland kommt gar nicht vor und Vampire oder Werwölfe – die auch fester Teil der Volksmythologie sind, finde keine Erwähnung. Woodlands konzentriert sich auf das Dämonische, auf alte Götter und menschliche Abgründe. Das dieser umfangreiche Teil der Mythologie fehlt, der Film aber dennoch auf drei Stunden Laufzeit kommt, zeigt wie sorgfältig recherchiert wurde. Eine Abschnitt über Musik in Folk-Horror-Filmen war angedacht, wurde aber ebenso fallengelassen.

Gentleman Barbarian, Armchair Adventurer, Mitglied der Wunderlandmiliz